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Reality

Eine Frau im Bus versucht ein ticket zu kaufen. Der Automat akzeptiert den zehn Euro Schein nicht. Sie beginnt erst zu fluchen und fragt dann nach Wechselgeld.

Story

Ich l├Ąchle innerlich. "Ich habe keine M├╝nzen, aber zwei F├╝nfer kann ich Ihnen geben", sage ich und z├╝cke meine Geldb├Ârse. "Es ist nur dieser Zehn Euro Schein, der nicht funktioniert, also gerne", antwortet sie.
Ich bin gerade fertig mit ihr die Scheine zu tauschen, als wir uns kichernd von einander wegdrehen. So leicht habe ich ihr Falschgeld untergeschoben :D .... und sie mir.
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Reality

Ich laufe durch den K├Âlner Hauptbahnhof. Auf der Suche nach meinem Gleis, f├Ąllt mir im Auenwinkel eine Person auf, die auf dem Boden sitzt. ich schaue kurz r├╝ber und lese die obere H├Ąlfte von dem aufgestellten Pappschild.
"Ich bin Schwanger"

Story

Das kenne ich, denke ich. Zweckgebundenes Betteln ist erfolgsversprechender. Also mache ich mich auf den Weg zum n├Ąchsten Supermarkt. Wenige Minuten sp├Ąter setze ich mich neben die Frau. Ich lege ihr meine Hand auf die Schulter und sage: "Gut, dass du ein Schild geschrieben hast, sonst w├Ąre ich einfach vorbeigelaufen." Ich l├Ąchle, sie l├Ąchelt zur├╝ck. Ich lasse ihr die gekaufte Dose Katzenfutter da und gehe zu meinem Zug.

Zwei Tage sp├Ąter laufe ich wieder an der Frau vorbei. Sie hat ein neues Schild gemalt: "Ich habe keinen Dosen├Âffner."
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Reality

Es ist Silvesternacht auf der Welt. Ich bin in D├╝ren. D├╝ren, der Nabel der Welt. Es ist 23:30.

Story

Thomas Pesquet begibt sich ins Cupola-Modul der ISS. Er schaut zur├╝ck zur Erde. 22 Uhr in Mitteleuropa, das Feuerwerk in Moskau startet. 23 Uhr in Mitteleuropa, das Feuerwerk startet in der Ukraine. 23:30 Uhr in Mitteleuropa. Ganz Deutschland ist d├╝ster. Ganz Deutschland? Nein. Einzig in D├╝ren werden schon hunderte Raketen gez├╝ndet.
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Reality

Ich komme aus dem Kinosaal. Der Film war nicht so toll. Ich hatte mir mehr Unterhaltung versprochen. W├Ąhrend ich ├╝berlege, was mich gest├Ârt hat und warum ich mich nicht ausreichend unterhalten f├╝hle, sehe ich eine Gruppe Jugendlicher, die sehr viel Spa├č haben.

Story

Ich will auch ein bisschen Spa├č haben, denke ich und entwerfe einen Plan. Ich w├╝hle in meiner Tasche nach einem 2 Euro St├╝ck. Mit der M├╝nze in der linken Hand gehe ich auf die Gruppe zu. "Darf ich auch mal", frage ich, stecke dem Typen vor mir das Geldst├╝ck in den Mund und schlage kr├Ąftig mit geballter Faust in sein Gesicht.

Witzig diese Boxautomaten. Allerdings ist dieser wohl kaputt, denn er zeigt keine Punktzahl an.
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Reality

Mitbewohner erz├Ąhlt vom letzten LARP Event. Sein Charakter war wohl in einer Lehrstunde. "Und dann hat der Magister mir vier Gegenst├Ąnde gezeigt und gefragt welcher von diesen magisch sei."

Story

Das ist doch langweilig, denke ich, w├Ąhrend mein Mitbewohner weitererz├Ąhlt. Ich stelle mir die Situation wie folgt vor: Ein 2,5 Meter langer 1,073 Meter breiter Tisch mit eine Plattendicke von 17 mm steht in einem schrulligen alten H├Ârsaal mit quietschenden Stuhlgelenken und Kaugummibeklebten Armst├╝tzen. Auf diesem Tisch eine nicht-magische Tischdecke, ein nicht-magischer Ring, ein nicht-magischer W├╝rfel und ein Feuerball von 45 cm Durchmesser etwa 1 Meter ├╝ber dem Tisch schwebend.

"Das ist unfair, woher soll ich denn wissen, welcher der Gegenst├Ąnde magisch ist."
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