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Reality

Ich bin auf dem Weg zur U-Bahn. Noch zwei Straßen ĂŒberqueren ... als plötzlich ein ****ora-Fahrer die Kurve schneidet und mich fast ĂŒber den Haufen fĂ€hrt. Er selbst erschrickt auch und gerĂ€t ins Schlingern.

**** ist eine eingetragene Marke der Password GmbH

Story

Nachdem der Radler sich auf die Fresse gelegt hat und das Fahrrad mit dem Ausstieben von Metallfunken fertig ist, geht es mir schon ein bisschen besser. Garstiger Lieferant (garstig, weil er das Essen nicht zu mir gebracht hat, ich mache da qualitative Unterschiede). Immernoch etwas wĂŒtend stampfe ich zu ihm hinĂŒber. Ich zeige auf sein zerissenes Glied und rufe: "DAS nennst du eine intakte Nahrungskette???", mache eine dramatische Pause und zeige sodann auf meine Kette aus Zuckerperlen: "DAS ist eine intakte Nahrungskette."
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Reality

Ich bin auf dem Weg zur Arbeit (seit einiger Zeit nicht mehr der Waldweg, sondern ein schnöder Stadtweg). Heute nehme ich nicht den Bus sondern gehe zu Fuß. Etwa 300 Meter vor mir lĂ€uft eine Erst- oder ZweitklĂ€sslerin Richtung Grundschule. Als ein hagerer, großer Mann mit Anzug und Krawatte entgegenkommt, stoppt sie ihn.

Story

Newsflash: "Der 41-jĂ€hrige Martin G., der noch zuletzt auf dem Frankfurter Parkett gehandelt hat, wird seit den frĂŒhen Morgenstunden vermisst. Augenzeugen berichten, wie ein kleines MĂ€dchen ihm auf dem Schulweg aufgelauert habe. Ferner habe es ihn mit der Aussicht darauf, einen richtigen Aktenkoffer zu sehen, in sein Dreirad gelockt und damit verschleppt. Von beiden fehlt derzeit jede Spur."
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Reality

Ich treffe einen Freund, der hektisch auf der Suche nach einem Trennschleifer (ich möchte Schleichwerbung fĂŒr FLEX-Elektrowerkzeuge GmbH, Bahnhofstraße 15, 71711 Steinheim vermeiden) ist. “WofĂŒr?” frage ich mich und um Wortwiederholungen zu vermeiden frage ich ihn: “Warum?”

“Ich muss ein Fahrradschloss öffnen”, sagt er. “EIN Fahrradschloss? Weißt du noch nicht zu wessen Fahrrad oder was?”, frage ich. Im folgenden Dialog klĂ€rt sich, dass es um das Fahrrad einer Bekannten gehe und er dasselbe gefragt habe.

Story

"Ich komme mit, nur falls jemand die Polizei ruft", sichere ich ihm zu. Es scheint ihn komischerweise eher zu verunsichern. Seltsam ...

Den Trennschleifer majestĂ€tisch wie ein Zepter vor uns her tragend erreichen wir das Fahrrad. Just in diesem Augenblick biegt ein Polizeiauto um die Ecke und hĂ€lt neben uns an. Drei Polizisten steigen aus, bauen sich vor uns auf und fragen: "Was machen Sie denn da? Wollen Sie etwa das Fahhrad klauen?" Ich erinnere mich an die Worte meiner Mutter: "Du sollst nicht mit Fremden reden" und um Wortwiederholung zu vermeiden sage ich: "Der Operator meiner Geburt hat verlautet, ich solle das GesprĂ€ch mit Unbekannten meiden. Wenn Sie mir also Ihren Ausweis zeigen wĂŒrden?!"
Der vordere Polizist zeigt seinen Dienstausweis samt Dienstmarke vor. *niiiieeeeeeeaaauuuuuuu* Ich nehme die Trennscheibe wieder runter, zeige auf das zerfetzte Material in der Hand des Polizisten und sage: "Das kann so aber nicht gĂŒltig sein." Polizist Nummer 2 hat derweil seine Dienstwaffe gezĂŒckt. Ich hebe deeskalierend meine HĂ€nde, wodurch *niiiieeeeeeeaaauuuuuuu* die Trennscheibe die Seriennummer der Dienstwaffe abschmirgelt. Als ich das bermerke, winke ich den dritten Polizisten zu mir herbei. "Herr Wachtmeister", sage ich, "diese beiden Herren geben sich als Polizei aus, aber der eine hat keine Dienstmarke und der andere eine illegale Waffe. DarĂŒberhinaus haben sie mein Fahrrad unrechtmĂ€ĂŸig angekettet."

Nachdem der dritte Polizist die anderen beiden gefesselt und im Auto geparkt hat, kommt er mit einem Bolzenschneider wieder und öffnet das Schloss fĂŒr uns. Er wĂŒnscht uns einen schönen Tag und warnt uns noch einmal achtsam zu sein, es seien viele BetrĂŒger unterwegs. Er setzt sich ins Auto und fĂ€hrt fĂŒnf Meter, bevor er in die Einfahrt der Polizeistation einbiegt. Wir nehmen das fĂŒr uns befreite Polizeifahrrad und rennen weg.
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Reality

Ich bin gerade aufgestanden und stehe vorm Spiegel. Genauso wie der Tod die Personifizierung des Sterbens ist, bin ich gerade die Personifizierung des Schlafs. Ich schaue dem Faultier, das ich bin, tief in die Augen, als mich ein Scheppern und BrĂŒllen aus den Gedanken reißt. "Hey", "Oh", "Lau(t)" und "Buh" oder so tönt es von der Straße.

Story

ich gehe zum Fenster und schaue hinaus. Ein Karnevalsumzug in Orange schmĂŒckt die Straße. Als der Zug gerade meinem Fenster am nĂ€chsten ist, rufe ich aus aller Seele: "Helau. Kamelle" Postwendend bemerkt mich einer von ihnen und wirft mir etwas entgegen. Der siffige MĂŒllbeutel öffnet sich beim Aufprall auf mein Gesicht und verteilt sich auf mir und meiner Fensterbank.
"Die SĂŒĂŸigkeiten, die die werfen", denke ich, "waren auch schon einmal frischer. Nicht viel. Aber ein bisschen."
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Reality

Ich stehe im Imbiss und warte auf mein Essen. Neben mir wartet eine Person, die entweder zu einem Junggesellinenabschied oder einer Karnevalsgruppe gehört, und schaut mich an; nippt an ihrer Coke Zero (tm); schaut wieder herĂŒber.

Story

Es muss ein Junggesellinenabschied sein. Und die Coke Zero (tm) prĂ€sentiert das Leben wie es sein sollte. Ich werfe den Tisch, der zwischen uns steht, um und halte Augenkontakt. Als sie die Situation begreift, beginnt sie ihr Oberteil aufzuknöpfen. Der Aufprall des Tisches zieht die Blicke der anderen GĂ€ste auf uns, als wir uns in gerade in einer beginnenden Endlosigkeit zu kĂŒssen beginnen. Nach dem Kuss flĂŒstere ich ihr ins Ohr: "Lust auf ein letztes Abenteuer?" Vorsichtig nickt sie.

Nach einer circa einstĂŒndigen Autofahrt sitzen wir im schwachbeleuchteten Keller meiner Eltern. Sie ist so furchtbar aufgeregt. Mit bebendem Herz streckte sie ihre Faust aus und öffnete sie. Zwanzig. Ein kritischer Patzer. Ihre Thorwalerin verfehlte den Drachen und schlug stattdessen dem ohnehin schon kurzgeratenen Zwerg der Gruppe den Kopf ab. Die Verwirrung der Gruppe nutzte der Drache und röstete sie alle. Alrik den Streuner, Cynthia die Thorwalerin, Alrik den Krieger, den namenlosen Zwerg und Alrik den Magier. Dies war ihr letztes Abenteuer...
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