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Reality

Es ist Silvesternacht auf der Welt. Ich bin in D├╝ren. D├╝ren, der Nabel der Welt. Es ist 23:30.

Story

Thomas Pesquet begibt sich ins Cupola-Modul der ISS. Er schaut zur├╝ck zur Erde. 22 Uhr in Mitteleuropa, das Feuerwerk in Moskau startet. 23 Uhr in Mitteleuropa, das Feuerwerk startet in der Ukraine. 23:30 Uhr in Mitteleuropa. Ganz Deutschland ist d├╝ster. Ganz Deutschland? Nein. Einzig in D├╝ren werden schon hunderte Raketen gez├╝ndet.
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Reality

Ich komme aus dem Kinosaal. Der Film war nicht so toll. Ich hatte mir mehr Unterhaltung versprochen. W├Ąhrend ich ├╝berlege, was mich gest├Ârt hat und warum ich mich nicht ausreichend unterhalten f├╝hle, sehe ich eine Gruppe Jugendlicher, die sehr viel Spa├č haben.

Story

Ich will auch ein bisschen Spa├č haben, denke ich und entwerfe einen Plan. Ich w├╝hle in meiner Tasche nach einem 2 Euro St├╝ck. Mit der M├╝nze in der linken Hand gehe ich auf die Gruppe zu. "Darf ich auch mal", frage ich, stecke dem Typen vor mir das Geldst├╝ck in den Mund und schlage kr├Ąftig mit geballter Faust in sein Gesicht.

Witzig diese Boxautomaten. Allerdings ist dieser wohl kaputt, denn er zeigt keine Punktzahl an.
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Reality

Mitbewohner erz├Ąhlt vom letzten LARP Event. Sein Charakter war wohl in einer Lehrstunde. "Und dann hat der Magister mir vier Gegenst├Ąnde gezeigt und gefragt welcher von diesen magisch sei."

Story

Das ist doch langweilig, denke ich, w├Ąhrend mein Mitbewohner weitererz├Ąhlt. Ich stelle mir die Situation wie folgt vor: Ein 2,5 Meter langer 1,073 Meter breiter Tisch mit eine Plattendicke von 17 mm steht in einem schrulligen alten H├Ârsaal mit quietschenden Stuhlgelenken und Kaugummibeklebten Armst├╝tzen. Auf diesem Tisch eine nicht-magische Tischdecke, ein nicht-magischer Ring, ein nicht-magischer W├╝rfel und ein Feuerball von 45 cm Durchmesser etwa 1 Meter ├╝ber dem Tisch schwebend.

"Das ist unfair, woher soll ich denn wissen, welcher der Gegenst├Ąnde magisch ist."
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Reality

Ich laufe durch den Wald (technisch gesehen ist das ein Running Gag). Geschultert habe ich einen schwarzen, blickdichten M├╝llsack voller Leichenteile1. Es ist relativ dunkel und der Waldweg nur sp├Ąrlich beleuchtet.

1Es sind Schnittreste aus der Lederverarbeitung

Story

Um Mitternacht schl├Ągt die Uhr vom nahegelegenen Glockenturm (Ich bin mir sicher das ist gelogen, da gibt es in Deutschland bestimmt Gesetze gegen). Ein Stiefel mit Eisensporen tritt auf den Waldweg. Witzigerweise an der gleichen Stelle, an der am 07.04.2015 27321 Wegelagerer auf einem Holzstapel erschienen sind.
Der Mann der mir entgegentritt ist nackt, bis auf die eben erw├Ąhnten Stiefel und einen Handschuh den er ├╝ber seinem Genital tr├Ągt. Er zieht den Handschuh ab und schl├Ągt ihn mir ins Gesicht mit den Worten: "Fremder, ich fordere dich zum Duell!"
"Aber dann musst du den Handschuh hinwerfen und ich schlage dich damit", erwidere ich. "Ach so ..." Das Schweigen ist unertr├Ąglich und er schl├Ągt vor: "Dann darfst du die Waffe w├Ąhlen." Ich willige ein.

"Ich WÄHLE", hebe ich meine Stimme, "einen stabilen, schwarzen Müllsack mit deinen Leichenteilen als Waffe." Ruck zuck hat sich der Mann auf Wunsch grob zerlegt und in einen Müllsack gebettet und ich mache mich kampfbereit. Von meinem Gegner keine Spur ...
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Reality

Mitbewohner erz├Ąhlt vom kommenden LARP-Wochenende. Es findet in Aventurien statt. "Ich muss mich noch daran gew├Âhnen, dass ┬╗Den Zw├Âlfen zum Gru├če┬ź eine ├╝bliche Begr├╝├čung ist."

"Darauf ist ┬╗Kommt, ich lade euch auf ein Bier ein und wir machen 131 daraus┬ź vermutlich die einzige Richtige Antwort", kommentiere ich.

1Der Namenlose

Story

Ein Blitz schl├Ągt ein. Zum Gl├╝ck verfehlt er mich. Wie soll er mich auch treffen, hat mich doch der Scheiterhaufen bis auf ein kleines H├Ąufchen Asche reduziert. Zerstreut und desorientiert tr├Ągt mich der Wind hinfort.

Das Bier muss wohl schlecht gewesen sein ...
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